Segelfluglager 2025

Sommer-Fluglager der Segelflieger 2025

Wie es im LSV Worms gute Tradition ist, wurden auch in diesem Sommer die Segelflugzeuge in ihren Transportanhängern verstaut und zu einem anderen Segelflugplatz innerhalb Deutschlands transportiert. Durch diese „externen“ Fluglager, die meist 14 Tage dauern, bekommen die Flugschüler und auch so mancher Scheininhaber Einblicke in andere thermische Bedingungen und andere Regionen. Außerdem ist das Befliegen eines fremden Flugplatzes auch ein vorgeschriebener Teil der Ausbildung zum Segelflugpiloten.

Dieses Jahr ging es also vom 20.07. – 03.08.2025 ans Donautal in der Nähe von Sigmaringen – genauer: auf das Segelfluggelände Leibertingen.

Da es sich um ein reines Segelfluggelände handelt, mussten wir vorher für unsere Schleppmaschine, die DR400, eine Genehmigung bei der Landesbehörde einholen, dass wir dort während des Fluglagers landen und starten und somit schleppen durften.

Alle Teilnehmer und Flugzeuge kamen bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen in Leibertingen an. Die ersten Tage wurde dann auch gleich für die Einweisung am Platz und in der näheren Umgebung genutzt. Die ersten Streckenflüge in Richtung Schwarzwald wurden geplant und angetestet. Leider hielt dieses gute Wetter nicht sehr lange an und so mussten schon am dritten Tag Alternativen wie Anhänger überarbeiten oder Aufgaben wie „wo ist die beste Eisdiele in der Umgebung“ gefunden werden.

Aber wenn uns der Regen nicht fliegen lässt, suchen wir uns halt ein fliegerisches Boden-Programm! Gesagt, getan und wir besuchten und erkundeten zunächst das Dornier-Museum in Friedrichshafen und anschließend die Stadt – natürlich mit Eisessen.

War es der Regen oder die Entzugserscheinungen beim Flugfieber? Die Ursache wird sich wohl nie klären, aber unser Flugschüler Erik meinte beim Lesen einer Wanderbroschüre auf einmal: „Die wandern hier von Konditor zu Konditor wegen Donauwelle… So schwer kann das ja nicht sein, sowas backe ich euch!“ – „Hast du schonmal einen Kuchen gebacken?“ – „Nein. Aber jetzt hab‘ ich wohl zu laut gedacht, oder?“

So kommt es, dass Flugschüler neben dem Fliegen auch so wichtige Dinge wie Kuchenbacken in einem Ferienlager erlernen. Das Ergebnis konnte sich echt sehen lassen und wurde im Nu verputzt… Vielleicht sollte man einen neuen Ausbildungspflichtteil aufnehmen wie „drei Kuchen in 90 Tagen“ 😉

Leider waren die Regenpausen nur an wenigen Tagen zum Segelfliegen um den Platz nutzbar und an völlig trostlosen Dauer – Regentagen wurde der Aufenthalt weiter kulturell genutzt: Campus Galli, Schloß Hohenzollern in Sigmaringen und das Zeppelin-Museum wurden somit unsicher gemacht… wenn es sein muss und mehr Lacher garantiert auch gerne mit Kinderrallye und entsprechenden Audioguides. Wir hatten auf jeden Fall Spaß!

Am letzten Freitag des Fluglagers nutzten wir dann die Chance die Flugzeuge wieder halbwegs trocken in die Anhänger zu packen und die Schleppmaschine konnte am Tag drauf abends sogar ohne große Umwege den Heimflug antreten. Wieder in Lachen-Speyerdorf, unserer derzeitgen Homebase, wurde das Fluglager sonntags noch mit Erfolg gekrönt: Erik hat seine ersten Alleinflüge absolviert und so die A-Prüfung auf dem Weg zum Segelflugpiloten abgelegt. Herzlichen Glückwunsch!

Auch wenn uns das Wetter dieses mal nicht so verwöhnt hat, wie die Jahre zuvor, war es ein rundum gelungenes Fluglager und die Leibertinger Fliegerkameraden haben schon die Zusicherung: wir kommen wieder!

Hier ein paar Bilder aus Leibertingen 2025:

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